Das Akkordeon

Dieses Instrument geht zurück auf eine Reihe von Entwicklungen, die alle auf dem Prinzip der durchschlagenden Zunge beruhen. Dabei wird eine Stimmzunge aus Metall durch Luft in Schwingung versetzt und erzeugt so den Ton. Bei unserem Akkordeon geschieht dies durch Ziehen oder Drücken des Balgs. Wir können damit gleichzeitig den Luftstrom regulieren und auf die Tongestaltung Einfluss nehmen. Der Balg ist also die Seele des Instruments. Er läßt es atmen und haucht der Musik Leben ein.

Das Akkordeon gibt es in unterschiedlichen Größen, also für Kinder und Erwachsene und in mehrfachen Bauweisen: Die Melodieseite (rechts, Manual 1) kann entweder eine Piano- oder Knopfgrifftastatur haben, und diese ist chromatisch, also in Halbtönen angeordnet. Beim gängigen Standardbassinstrument befinden sich auf der linken Seite Bässe und festgesetzte Akkorde zur Begleitung (Manual 2).

Für spezielle Konzertliteratur gibt es Instrumente mit Melodiebässen. Diese sind in vorgelagerten Reihen angeordnet (Manual 3) oder können wahlweise über einen Umschaltmechanismus eingestellt werden (Konverterinstrumente).

Durch spezielle Register auf der Melodieseite können wir facettenreiche und charakteristische Klangfarben erzielen.

All das macht unser Akkordeon so vielseitig und man findet es in jeglich denkbaren Musikrichtungen und in nahezu jedem Land der Welt. Da man sich selbst begleitet ist es bestens als Soloinstrument geeignet, aber man ist damit auch willkommen in den unterschiedlichsten Besetzungen, in Ensembles und Orchestern.

Zu der Familie der Handzuginstrumente zählen neben dem Akkordeon u.a. noch das Bandoneon, das russische Bajan, die Concertina und die Steirische Harmonika.